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Los Roques 2005  Archiv 
Los Roques ist ein über 200.000 ha großes Atoll, ca. 45 Flugminuten nördlich von Caracas, der Hauptstadt von Venezuela. Durch seine zahlreichen kleinen Inseln und großen Flachwasserzonen ist es für Fliegenfischer seit vielen Jahren ein beliebtes Urlaubsziel.

Schon ein Blick aus dem Flugzeug, beim Anflug auf die Hauptinsel Gran Roque, lässt jedes Fliegenfischerherz höher schlagen. Es ist als hätte man das Paradies gefunden, man könnte meinen, schon den ein oder anderen Fisch im kristallklaren Wasser erspäht zu haben.

Los Roques bietet ein unvergessliches Naturerlebnis. In diesem Nationalpark sind die meisten der kleinen Inseln noch unbewohnt. Unterwegs mit dem Boot, sieht man oft erst in weitester Ferne nächste Anzeichen von Zivilisation. Die riesigen „Flats“ – wie die Flachwasserzonen genannt werden – bieten für viele Fliegenfischer weltweit eine der besten Möglichkeiten auf „Bonefish“ zu fischen. Beinahe überall findet man den „Ghost of the Flats“, wie er wegen seiner extrem guten Tarnung genannt wird. Die Durchschnittsgröße der „Bonefish“ ist mit 4 bis 8 lbs ausgezeichnet. Nicht selten werden Fische von 10 lbs und mehr gefangen.
Die Fischerei ist sehr unterschiedlich. Während man am Flat auf „tailing Bonefish“ und auf Sicht fischt, wird man sie auch oft in der leichten Brandung im 1 bis 2m tiefen Wasser fangen.

Der Fischvielfalt sind auf Los Roques keine Grenzen gesetzt. Man findet große „Schulen“ von bis zu mehr als hundert Fischen auf gemeinsamer Nahrungssuche. Zahlreiche Räuber tummeln sich in Ufernähe, allein oder in Schwärmen, auf der Suche nach Beute.
Rudel von Jacks, Ladyfischen oder Bonitos – eine Thunfischart -, die in Sardinenschwärme rauben und das Wasser zu kochen bringen, lassen nicht nur die Adrenalinspiegel der Fischer steigen. Die Salzwasserfische sind alles hervorragende Kämpfer und ein echter Genuss an der Fliegenrute. Auch „Needlefische“ – besser bekannt als Hornhechte – sind keine Seltenheit. Oft werden sie von den zahlreich vorkommenden Baraccudas gejagt. Mit letzterem macht auch der Fliegenfischer des Öfteren Bekanntschaft, da sie auch vor gehackten Fischen nicht halt machen. Oft bleibt nur der Kopf an unserer Fliege hängen.

Nicht nur technisch anspruchsvoll ist die Fischerei auf Permit. Wetterbedingungen, wie Sonne und Wind müssen passen, um diese sehr heiklen und intelligenten Fische an den Haken zu bekommen. Der Bestand ist sehr gut, sodass man auf seiner Pirsch viele schöne Exemplare beim „tailen“ beobachten kann. Doch der wahre König dieses Meeres ist der „Silver King“, der Tarpon. Stattliche Exemplare bis 150lbs und mehr können jeden morgen schon im Hafen von Gran Roque beobachtet und natürlich gefangen werden. Der Tarpon kann wie alle anderen Fischarten übrigens vom Ufer wie auch vom Boot gefangen werden.
Es empfiehlt sich auch dann und wann einen Guide zu buchen, um die Lagunen des Nationalparks und andere wirklich sehenswerte Plätze zu besuchen.
Los Roques gehört sicher zu einer der besten Destinationen für Fliegenfischer weltweit. Der Fischbestand ist enorm und die Fische sind noch nicht so „geschult“ durch den Befischungsdruck.

Für uns war es ein gelungenes Fischabenteuer, das Land ist absolut sehenswert und die Menschen sehr gastfreundlich. Auch nächstes Jahr werden wir hoffentlich wieder nach Los Roques kommen.


Mehr Photos finden Sie in unserer Galerie unter Reisen.
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